Aktuelles

Wegen Covid-19 können Termine aus dem Programm für 2021 entfallen. Es gelten die aktuellen  Vorschriften des Freistaates Thüringen.


Aktuelle Bilder vermitteln einen Eindruck zum gegenwärtigen Erscheinungsbild der Orangerie.


Wertvolle Kamelien-Sammlung durch Virus vernichtet

Die Enttäuschung ist sehr groß, steht doch das neue Kamelienhaus fast fertig an seinem Standort hinter dem Treibhaus aber die Kamelienbestände, die im Herbst umziehen sollten, sind zerstört.

Virusbefall an Kamelien

Vom Virus befallene Kamelien; Foto: Matthias Hey / Orangerie-Freunde

Im Frühjahr starben bei einzelnen Pflanzen die Blätter und Triebe ab, so als seinen sie vertrocknet. Rasant breitete sich diese Schädigung im Bestand aus. Untersuchungen der Uni Jena ergaben, dass die Kamelien von Badna-Viren befallen sind, die den Wasser- und Nährstofftransport in der Pflanze verhindern. Somit muss der Bestand vernichtet werden, um eine Ausbreitung zu verhindern.

Um eine neue Sammlung für das  Kamelienhaus aufzubauen, wurde Kontakt zu den Botanischen Sammlungen in Pirna-Zuschendorf aufgenommen. Kamelien-Setzlinge können dabei schon mal über 100 € kosten. Der Gesamtschaden wird auf über 6000 € beziffert, wenn wieder etwa 100 Kamelien angeschafft werden, die dann gleich in das neue Kamelienhaus einziehen sollen. Um dieses Ziel bis zur Blüte im Winter zu erreichen, benötigen die Orangerie-Freunde Hilfe. Mit der Spendenaktion „Neue Kamelien für Gotha“ soll diese Ziel erreicht werden.


Audioguide für den Herzoglichen Park

Schüler der Arnoldischule haben im Rahmen des Projektes „HÖR MAL!“ der Thüringer Landesmedienanstalt und in Zusammenarbeit mit der Stiftung Thüringer Schlösser und Gärten einen Audioguide für den Herzoglichen Park Gotha erstellt. Die Tour durch den Park dauert ca. 60 Minuten und beginnt am Orangerie-Parterre, führt über insgesamt 11 Stationen und endet im Englischen Garten.

 

 

Den Audioguide kann man sich über einen QR-Code im Schaukasten zwischen dem Orangenhaus und dem Treibhaus herunterladen. Dafür wurde ein freier Wifi-Zugang bereitgestellt (Name: Hör mal im Garten / Passwort: Pomeranze).

Download:  Audioguide Herzoglicher Park Gotha


Orangerie im Kleinformat

Modell Lorbeerhaus (LEGO); Foto: Uwe Ulrich

Seit Ende Juli ist die Gothaer Orangerie als Modell im Orangenhaus zu bewundern. Schüler haben die Gebäude und den Orangeriegarten mit mehreren Tausend LEGO®-Steinen an mehreren Tagen nachgebaut. Dafür mussten für spezielle Elemente wie z.B. Fenster und Pflanzen Steine gefunden werden, mit denen man dem Vorbild sehr nahe kam. Auch die Dachkonstruktion war sehr knifflig. Bewundern kann man das Modell in den nächsten Wochen im Rondell des Orangenhauses.

 

 


Im Garten der Goldenen Früchte – Ausstellung zur BUGA 2021

11. Juni bis 20. September 2021
Orangenhaus – Herzogliche Orangerie Gotha
Dienstag bis Sonntag von 10 bis 16 Uhr geöffnet – Eintritt frei

Orangeriekultur in Gotha

„Im Garten der Goldenen Früchte“ – Die Ausstellung im Orangenhaus der Orangerie Gotha widmet sich der Orangeriekultur in Gotha mit all ihren Facetten.
Die Herzogliche Orangerie Gotha gilt als eine der größten und imposantesten barocken Orangerieanlagen im deutschsprachigen Raum. Ihre historischen Wurzeln reichen bis zur Gründung des Herzogtums Sachsen-Gotha im Jahr 1640 zurück.
Eine Orangerie ist eine Symbiose aus Architektur, Gartenkunst und gärtnerischem Handwerk. Kunst, Kultur und Geschichte vereinigen sich hier zu einem komplexen, eigenständigen Gesamtkunstwerk. Die Herzogliche Orangerie ist Teil der Residenzkultur in Gotha.

Von den Goldenen Früchten

Zu den Kostbarkeiten der botanischen Literatur zählt der 1613 von Basilius Besler in Nürnberg herausgegebene „Hortus Eystettensis“. (Zitronat-Zitronenbaum, Zwerg-Pomeranze und eine Pomeranze / Bitterorange).(Repro: Cramer)

Orangen und Zitrusfrüchte sind heute zur Selbstverständlichkeit in unserem Alltag geworden. Kaum
jemand kann sich noch vorstellen, dass die Früchte bis weit

in das 19. Jahrhundert hinein als Kostbarkeiten galten. Aufgrund ihrer Exklusivität wurden sie schon in der Antike als geradezu göttliche Früchte verehrt.
In der griechischen Mythologie hüteten die Hesperiden in einem wunderschönen Garten einen Baum mit goldenen Früchten, den Gaia anlässlich der Hochzeit von Hera und Zeus wachsen ließ. Die Goldenen Früchte galten als Eigentum der Götter und verliehen ewige Jugend. Es war eine der zwölf Aufgaben des Herakles, diese Früchte zu rauben.
Dass die Goldenen Früchte letztlich auch in die Herzogliche Orangerie nach Gotha gelangten, davon erzählt diese Ausstellung.

Weshalb war Ananas so kostbar?

Welche Orangeriepflanzen gibt es? Wie zieht man Zitrusgewächse? Wie verwendet man die Früchte? Woher kommen Kamelien? Welche Geräte und Pflanzgefäße wurden verwendet, wie wurden sie hergestellt?
Auf all diese Fragen findet man im Orangenhaus eine Antwort. Zugleich hält die Ausstellung praktische Tipps bereit und lädt zum Ausprobieren ein. So sind für das gedeihliche Wachsen der Pflanzen spezielle Erdmischungen wichtig. Die Bestandteile hierfür sind in einem sogenannten Erdlabor aufgestellt. Besucher werden eingeladen, selbst eine Ananas zu vermehren.

Auszüge aus dem Flyer „Im Garten der Goldenen Früchte“  der Stiftung Thüringer Schlösser und Gärten.


Neues Kamelienhauses für Gotha

Im Dezember 2020 erfolgte der Start zum Neubau des Kamelienhauses hinter dem Nördlichen Treibhaus. Die Finanzierung erfolgt ausschließlich aus Spenden. Bis zur Bundesgartenschau 2021, bei der die Orangerie ein Außenstandort ist, soll das Kamelienhaus in wesentlichen Teilen fertiggestellt sein. In einem Bautagebuch können die Fortschritte beobachtet werden und in einer zugehörigen  Galerie können Fotos betrachtet werden.

Kamelienhaus

Visualisierung des neuen Kamelienhauses, Foto: GKL-Planer Erfurt