„Die Gothaer Blumenkinder“

Damit auch 2017 die Orangerie wie gewohnt durch ihre üppige Blumenpracht beeindrucken konnte, wurde die im April laufende spontane Spendenaktion „Die Gothaer Blumenkinder“ ins Leben gerufen. (Foto: Livia Schilling)

 

Ende März 2017 sorgte eine Zeitungsmeldung in Gotha für Aufregung: Statt für gewohnt 15.000 Pflanzen stehe den Orangeriegärtnern durch haushaltsbedingte Einsparungen der Stiftung „Thüringer Schlösser und Gärten“ im Frühjahr nur Geld für rund ein Fünftel der sonst üblichen Menge an Blumen zur Verfügung. Damit könne lediglich die Mittelachse des Orangerieparterres bepflanzt werden, der Rest der Beete müsse das erste Mal seit Jahrzehnten leer bleiben. Für eine Komplettbepflanzung der Beete und Rabatten würden – zusätzlich zum vorhandenen Geld – weitere rund 8.000 Euro benötigt.

Eine weitgehend blumenfreie Orangerie wollten die Liebhaber der Gartenanlage, insbesondere die Gothaer, jedoch nicht hinnehmen. Bei der von dem Gothaer Journalisten Rainer Aschenbrenner spontan ins Leben gerufenen Spendenaktion „Die Gothaer Blumenkinder“ kamen innerhalb von nur vier Wochen beachtliche 12.120,91 Euro von 235 überwiegend privaten Spendern zusammen. Allein 978,91 Euro erbrachte eine zweistündige Straßensammlung der „Blumenkinder“ in der Stadt.

Dank der Großzügigkeit der Spender konnten die Orangeriegärtner ausreichend Pflanzen bestellen, die wie gewohnt nach den Eisheiligen im Orangerieparterre gepflanzt wurden. Der Initiator der „Blumenkinder“-Aktion,Rainer Aschenbrenner, betonte ausdrücklich, dass diese einmalig sei und nicht wiederholt werden würde.